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Der Lupe–Treff 2010

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Geselliger Tag für Lupe Reisen−Fans


Freitag, 6. August bis Sonntag, 8. August 2010
Ebermannstadt und die Fränkische Schweiz

Rückblick auf den Lupe–Treff 2010

Mit schroffen Felsen, Burgruinen, mäandrierenden Bächlein und rätselhaften Höhlen lud die Fränkische Schweiz im August 2010 Lupe–Freunde zum Besuch. Bei wechselhaftem Wetter erkundeten 46 gut gelaunte Gäste vom Hotel Resengörg in Ebermannstadt aus die zauberhafte Mittelgebirgslandschaft zu Fuß, mit dem Bus und der Museumsbahn.
Wenngleich der Empfang in Ebermannstadt bei Dauerregen etwas ungemütlich ausfiel, ließ man sich die gute Laune nicht nehmen. Vom Storch missmutig beäugt stapfte die ganze Gesellschaft mit Schirm und Gummistiefeln durchs hübsche Ebermannstadt. Die geplante Wanderung auf den Schlüsselstein konnte so freilich nicht stattfinden, aber zumindest ein Stadtrundgang sollte sein. Von der malerischen Marienkapelle führte der Weg an der Nikolauskirche und am Scheunenviertel vorbei zum Lokschuppen der Dampfbahn Fränkische Schweiz e.V.. Walter Sieburg hatte sich bereit erklärt, der Gruppe die Schätze des Vereins zu zeigen. Er verstand es, die verschiedenen Loks und ihre Besonderheiten unterhaltsam zu erklären und erntete viel Anerkennung für das Engagement des Vereins. Am Wasserrad und den hübschen Brunnen am Ebermannstädter Marktplatz vorbei schaffte man es gerade pünktlich zum Abendessen. Dort wurden neue Kontakte geknüpft und Reiseerlebnisse ausgetauscht.
Trocken war es, als sich die Gruppe morgens mit einem historischen Triebwagen ins Wiesenttal aufmachte. Auf der Fahrt nach Behringsmühle hellte es langsam auf und an den steilen Talhängen beeindruckten schroffe Kalkfelsen und Burgruinen. Auf den letzten hundert Metern konnte man den schönen Blick auf die Burg Gößweinstein erhaschen und erahnen, dass es jetzt bergan gehen würde. Im Gänsemarsch ging es zwischen Buchen und Kalkfelsen hinauf bis zum ersten Aussichtspunkt. Der dortige Abstecher in die Geologie wurde durch die nach wie vor feuchte Witterung deutlich anschaulicher. So konnte man sich doch gut vorstellen, dass vor rund 200 Mio. Jahren hier ein seichtes Meer war, in dem sich unter anderem die kalkigen Schichten ablagerten, durch deren Felsreste man grade geklettert war. Kurze Zeit später wartete in Gößweinstein mit der Wallfahrtskirche der kulturelle Höhepunkt des Wochenendes. Balthasar Neumanns Kunstwerk beeindruckte von außen mit der schönen Sandsteinfassade, innen sorgte ein Orgelkonzert für besondere Stimmung. An der Burg vorbei führte der Pfad dann über viele Stufen und durch Felstunnels im Eibenwald bergab zur Stempfermühlquelle. Rund 550 l blubbern pro Sekunde aus dem Quelltopf und sorgen dafür, dass die Wiesent immer ausreichend Wasser führt. Etwa 8 Stunden dauert es, bis das Regenwasser von der Höhe bei Gößweinstein durch die Klüfte des kalkigen Gebriges bis zur Karstquelle gelangt ist. Da es die Tage vorher viel geregnet hatte, zeigte sich die Quelle heute auch besonders aktiv. Nach kurzer Fahrt mit der Bahn war die Sachsenmühle erreicht und erstmals zeigte sich die Sonne. Nicht nur dadurch wurde die Mittagspause im schönen Biergarten direkt an der Wiesent zum besonderen Genuss. Auch die Brotzeiten und der leckere Kuchen sorgten allgemein für Zufriedenheit. Derart gestärkt war der anschließende Aufstieg zur Neideck schnell geschafft und oben ließ man sich ein kühles Lüftchen um die Nase wehen. Beim Streifzug durch die stattlichen Mauerreste der Burgruine erinnerte man sich an die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Fränkischen Schweiz und konnte sich das Burgleben im Mittelalter gut vorstellen. Der Abstieg zur Bahn war schnell geschafft und zurück in Ebermannstadt ging es mit Begeisterung an die Präsentation der neuen Reiseziele von Lupe Reisen. Die Ausführungen von Martin Heusinger mit sehr schönen Bildern zum neuen Albanienangebot wurden für viele zum Aha-Erlebnis. Es schien, als hätten viele das Land Albanien bislang als Urlaubsland überhaupt nicht in Erwägung gezogen und waren überrascht über die kulturelle Vielfalt und die komfortablen Unterkünfte.
Am Sonntag stand ein Abstecher ins Fränkische–Schweiz–Museum auf dem Programm. Mit seinem schönen Gebäudeensemble und vielen liebevoll zusammengestellten Exponaten war das Museum schon für sich einen Besuch wert. Einen Höhepunkt stellte jedoch die Führung von Dr. Jens Kraus dar, der seine Zuhörer mit unterhaltsamen und anschaulichen Ausführungen zur Geologie in seinen Bann zog. Nach so viel Wissenschaft tat es gut ein Stück zu laufen. Das schöne obere Püttlachtal bot dafür den passenden Rahmen. Zunächst entlang der Püttlach auf schmalem Pfad, dann auf einer Forststraße bergan näherte man sich der Mittagspause. Leider zeigte sich das Wetter recht unbeständig und die Gruppe wurde von einem Regenschauer überrascht, der auch die Ankunft im Kapellenhof in Elbersberg überlagerte. Doch es dauerte nicht lange und die Sonne kam wieder hervor und machte den Biergarten zum angenehmen Aufenthaltsort. Deutlich kühler wurde es dann in der Teufelshöhle, deren verwinkeltes Gangsystem die Gruppe im Rahmen einer Führung erkundete. Die faszinierende Tropfsteinvielfalt verfehlte ihre Wirkung nicht und auch die Knochenfunde des Höhlenbären hinterließen Eindruck. Schön war es dann aber doch, als man bei Sonnenschein wieder an die Oberfläche durfte. Rasch ging es zurück nach Ebermannstadt, wo noch im Bus die offizielle Verabschiedung stattfand und man sich einige war ein gelungenes Wochenende verlebt zu haben.


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Lupetreff 2010