Südtürkei Lykien Nomaden-Reise, Einladung zum türkischen Tee

Das Erbe der Yörüken – Auf den Spuren der Nomaden in der Südtürkei

10-tägige Begegnungsreise – Mitwirken im traditionellen dörflichen Alltag

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  • März 2016: Ausgezeichnet mit der GOLDENEN PALME 2016 des renommierten Reisemagazins GEO SAISON
  • Viel Kontakt zu Yörükenfamilien in ihrer dörflichen Umgebung
  • Mitwirken bei der Verarbeitung von Johannisbrot, Granatäpfeln, Trauben, Sesam und Oliven
  • Mit Nomaden und ihren Herden auf der Yayla unterwegs
  • Besuch von traditionellen Wassermühlen und einer Olivenöl-Mühle
  • Ursprüngliche Getreidespeicher und moderner Gewächshaus-Anbau
  • Kleinere Wanderungen auf alten Nomadenpfaden
  • Bootsausflug in der Kekova-Bucht
  • Abstecher in die Antike in Patara, Xanthos und Tlos
  • Linienflug von Frankfurt nach Dalaman und zurück
  • 9 Übernachtungen in sehr komfortablen Unterkünften in kleinen Dörfern, davon 3 in Ferienvillen im Bergdorf Islamlar und 6 im Hotel in Patara

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Maggi hat die konservierbare Suppe erfunden? Weit gefehlt – schon die Yörüken, die türkischen Nomaden, wussten, wie aus Gemüse und Gewürzen ein Trockenpulver wird, das man noch Monate später für die Suppenbereitung nutzen kann. Mit ihren Ziegen- und Schafherden dem Gang der Jahreszeiten folgend, lebten sie im Sommer auf der kühlen Hochalm (Yayla) und im Winter an der Küste. Sie wohnten in Zelten und die Nahrung wurde vor Ort produziert oder „reisefähig“ konserviert. Längst überwiegend sesshaft, praktizieren sie ihre Methoden der Konservierung in der Südtürkei heute noch.
Im Hinterland der lykischen Küste finden wir noch viele Beispiele dafür. Erleben Sie mit und probieren Sie selbst aus, wie Sirup aus Weintrauben oder den Früchten des Johannisbrotbaums hergestellt wird, wie man Oliven oder Gemüse einlegt, Essig aus Granatäpfeln erzeugt und Sesam in der Was­sermühle zu Tahin verarbeitet.
Beim Arbeiten und Essen werden wir mit den Yörüken ins Gespräch kommen, und nicht nur über ihre Traditionen, sondern auch die Zukunftsperspektiven zum Beispiel im Anbau von Gewächshaus-Tomaten und in der Forellenzucht sprechen.
Gemeinsam werden wir auf alten Nomadenwegen wandern und den auf der Saz gespielten melancholischen Liedern lauschen. Kleine Abstecher in die antiken Sehenswürdigkeiten der Region dürfen nicht fehlen.

Die Reiseregion Lykien
Zwischen den Städten Antalya und Fethiye erhebt sich an der türkischen Südküste eine waldreiche und gebirgige Halbinsel. Die Region ist geprägt durch eine zerklüftete Küstenlinie mit kleinen Buchten und das breite fruchtbare Tal des Xanthos-Flusses mit dem unbebauten Sandstrand von Patara an seiner Mündung.
Zahlreiche Städte prägten das antike Lykien, das seit dem Mittelalter verfiel. Seitdem waren es Nomaden, die im Jahreslauf mit ihren Herden zwischen Gebirge und Küste hin und her zogen. Erst in den letzten Jahrzehnten wurden die Nomaden zu sesshaften Bauern, in den Hafenstädtchen fasste der Tourismus langsam Fuß.

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1. Unterkunft im Bergdorf Islamlar: Die ersten 3 Tage wohnen wir im Bergdorf Islamlar in etwa 500 m Höhe mit Fernblick auf das Meer. Am winzigen Dorfplatz unter uralten Platanen liegen Teehäuser, ein kleines Lädchen und zwei traditionelle Wassermühlen. Wir wohnen 10 Fußminuten entfernt am Dorfrand in nebeneinander liegenden Ferienvillen mit Pool eines türkischen Architekten-Paares, das lange in New York lebte.
Die äußerst großzügig und elegant eingerichteten Villen haben jeweils 4 große Zimmer mit eigener Dusche/WC, einen großen Aufenthaltsbereich mit Küche und bieten vollen Hotel-Service. Mit fantastischem Panoramablick auf das Xan­thos-Tal und das Meer klingen die Tage hier aus.
2. Unterkunft in Patara: Anschließend verbringen wir 6 Tage in einem geschmackvoll eingerichteten, kleinen Hotel mit Pool im Zentrum des ruhigen Örtchens Patara, das erst 1960 entstand, als die ersten Nomaden hier sesshaft wurden. Von der Hotelterrasse können wir entspannt dem ruhigen Dorfleben zusehen. Der knapp 30-minütige Spazierweg zum Traumstrand führt durch die ausgedehnte antike Stätte, heute ein einmaliges Natur­paradies.
Verpflegung: In Islamlar wird das Frühstück in den einzelnen Villen serviert, in Patara frühstücken wir gemeinsam im Hotel. Das Abendessen wird in kleinen Lokalen, im Hotel und an einem Abend auch bei einer Bauernfamilie serviert, um die leckere Vielfalt der ländlichen türkischen Küche kennenzulernen.
Mittags gibt es ein Essen mit Meze und frischem Fisch auf dem Boot in der Kekova-Bucht, ein Dorfessen auf dem Markt in Kinik und ein Forellenessen in Tlos im Xanthos-Tal.
Selbstverständlich werden die während der Reise selbst erzeugten Produkte in die Mahlzeiten integriert, alle Teilnehmer bekommen darüber hinaus Kost­proben von Olivenöl, Granatapfel-Essig, Sirup und Sesampaste in Halbliter-Fläschchen mit nach Hause.

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Wir erleben an entspannten Programmtagen die vielfältigen, traditionellen Arbeiten der Yörükenfamilien und legen selbst mit Hand an. Kleinere Wanderungen führen über alte Nomadenpfade und zu antiken Stätten der Region. Wir sind zu Fuß, mit dem Kleinbus und an einem Tag mit dem Boot in der schönen Bucht von Kekova unterwegs.
1. Tag: Anreise in die Südtürkei
Flug von Deutschland zum Flughafen Dalaman in der Südtürkei, Transfer (ca. 2 Std.) in das Dorf Islamlar zur ersten Unterkunft. Nach einem Rundgang im Dorf gibt es das erste gemeinsame Abendessen.
2. Tag: Arbeiten und Entspannen im Takt des dörflichen Lebens
Während wir beim Besuch der Sesam- und der Getreidemühle in Islamlar noch entspannt zusehen können, dürfen wir nachmittags bei der Familie von Erol mit Anpacken: die Trauben müssen geerntet und zu Traubensirup verarbeitet werden. Aus unserem Mehl backen wir außerdem Brot und stellen Nudeln her, wie es die Yörüken seit Hunderten von Jahren getan haben. Auch abends sind wir beim klassischen Dorfleben dabei: die Männer gehen ins Teehaus zum OKEY spielen und die Frauen sind bei einer Nachbarin zum Tee eingeladen.
3. Tag: Im Hochgebirge auf der Yayla
Hoch im Gebirge auf fast 2.000 m Höhe machen wir uns beim Yesil Göl, einem Gebirgssee, zu Fuß zu einer der Almen auf den Weg, die bis in den Dezember bewohnt werden. Wir hüten nicht nur die Ziegen- und Schafherde von Ramazan, sondern lernen auch, wie man Käse und Butter macht. Mit aus Joghurt selbstgemachtem Ayran können wir uns erfrischen. Im Hochlandort Gömbe besuchen wir eine Apfel-Plantage, bevor es wieder hinunter geht nach Islamlar. (Wanderung ca. 2 Std.)
4. Tag: Traditionelle Getreidespeicher und moderner Gewächshaus­anbau / Unterkunftswechsel
Von Islamlar aus wandern wir auf einem alten Gebirgspfad zur Hochebene des Nachbardorfes Bezirgan, wo uns ein Bauer die in Reih und Glied am Hang stehenden traditionellen Getreidespeicher erklärt (Wanderung ca. 2-3 Std.). Mit dem Bus geht es dann hinunter nach Yesilköy in der Schwemmlandebene des Xanthos-Flusses, wo uns Akif und Düriye in den mediterranen Gewächs­haus-Anbau einführen. Düriye und ihre Schwiegertochter zaubern uns ein leckeres Abendessen. Nach Patara zu unserem kleinen Hotel für die nächsten Tage ist es dann nur noch eine kurze Fahrt.
5. Tag: Patara – Dorfleben, Antike und Strand
Da wir in unserem Hotel in Patara fünfmal am Tag den Ruf zum Gebet hören, besuchen wir als erstes die kleine Moschee und erfahren vom freundlichen Imam Yahya Hoca viel über seine Religion. Wer mag, darf das Minarett besteigen. Durchs Dorf, das erst um 1960 von sesshaften Nomaden gegründet wurde, spazieren wir weiter zu den Ruinen der antiken Stadt Patara, von wo in der Römerzeit die Geschicke des Lykischen Bundes gelenkt wurden. Vorbei am Hafenbecken und dem imposanten Theater geht es dann über die Dünen an den Strand, der zum Entspannen einlädt (Wanderung ca. 2 Std.). Am Nachmittag Freizeit in Patara.
6. Tag: Bootsausflug und Pekmez-Herstellung
Auf einem Bootsausflug durch die schöne Meeresbucht von Kekova passieren wir auch die Ruinen einer versunkenen Stadt und genießen frisch gefangenen Meeresfisch und leckere Meze an Bord. Auch zum Baden im noch warmen Mittelmeer bleibt Zeit. Von der pittoresken Burgruine Simena (Kale Köy) wandern wir zurück nach Ücagiz. Beim Besuch einer Bauernfamilie zeigt uns Zeynep, wie Johannesbrot-Sirup (Pekmez) gemacht wird. Am nächsten Morgen beim Frühstück testen wir das „türkische Nutella“: Sesampaste gemischt mit Johannesbrotsirup oder Traubensirup – welche Variante wird der Favorit?
7. Tag: Olivenernte und Verarbeitung
Hoch wachte die Burg einst über dem antiken Patara, wir erklimmen sie der weiten Aussicht wegen. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Olivenhain, wo wir vom Olivenbauer Ali Amca schon erwartet werden. Es gilt Oliven zu ernten und einzulegen! Ali Amca weiß viel zu erzählen über den Umgang mit der wichtigsten Kulturpflanze der mediterranen Menschheitsgeschichte. (Wande­rung ca. 2 Std.)
8. Tag: Ölmühle, Wochenmarkt und Weltkulturerbe Xanthos
Nachdem wir einen Teil unserer Oliven-Ernte in der Ölmühle von Cayköy zu grünlich goldenem Öl haben pressen lassen und den Verarbeitungsprozess verfolgten, machen wir uns auf in die Antike. Die einstige lykische Hauptstadt Xanthos ist heute Weltkulturerbe und besticht mit vielfältigen Gräbern.
Zu Füßen der Ruinen im Dorf Kinik tauchen wir ein in den bunten Wochen­markt. Welches Gemüse lässt sich wohl am besten zu saurem Turşu einlegen? Dieses werden wir abends zusammen mit weißen Bohnen, dem Nationalgericht der Yörüken, und unseren selbstgemachten Nudeln mit Butter und Käse probieren.
9. Tag: Im oberen Xanthostal / Abschlussfeier
Auch in Tlos im oberen Xanthos-Tal haben sich Bauern in direkter Nähe der antiken Ruinen nieder gelassen. Wir erklimmen den einstigen Burgberg und machen uns dann mit der Familie von Nihat an die Arbeit. Granatapfel-Essig ist eine besondere Spezialität der Region. Wir sind nicht nur bei der Herstellung dabei, sondern können ihn auch zu frischer Forelle genießen. Wie in Islamlar leben auch in Tlos viele Bauernfamilien von der Forellenzucht. Auf der Rückfahrt machen wir einen Stopp an der wasserreichen Schlucht von Saklikent, deren Steilwände 300 Meter über uns aufsteigen.
Abends Abschiedsessen im Hotel in Patara und geselliges Beisammensein mit Saz-Musiker Fethi und neuen Bekannten. Die sentimentalen Lieder erzählen uns vom einstigen Yayla-Leben.
10. Tag: Abreise
Transfer (ca. 1,5 Std.) von Patara zum Flughafen Dalaman, Rückflug nach Deutschland

(c) Lupe Reisen, Inh. Axel Neuhaus, Grabenstr. 2, D-53844 Troisdorf, Tel. +49 2241 84465-0