Girne (griech. Keryneia, engl. Kyrenia) ist eine quirlige Hafenstadt an der Nordküste; sie gilt als das schönste Städtchen Zyperns.
Um das Halbrund des alten Hafenbeckens mit Holzyachten und Fischerbooten gruppieren sich Restaurants und Cafés in aufwändig restaurierten früheren Lagerhäusern. Reste der mittelalterlichen Mauern, eine alte Moschee, eine heute als Ikonenmuseum genutzte orthodoxe Kirche und das mittelalterlich-venezianische Hafenkastell bilden ein harmonisches, denkmalgeschützes Ensemble. Ein Bummel durch die kleine Altstadt mit ihren engen Gassen, Winkeln und Durchgängen ist ein wunderbares Erlebnis.
Im Hafenkastell begeistert der interessant präsentierte Wrackfund eines 2.300 Jahre alten Handelsschiffes. Die ringsum begehbaren Burgmauern bieten einen fantastischen Ausblick auf Girne und die bis 1.000 m hohe Bergkette des Besparmakgebirges (griech. Pentadaktylos).
Entlang der überwiegend bewaldeten Gebirgskette lassen sich sowohl anspruchsvolle Wanderpfade als auch autogeeignete Asphaltsträßchen finden. An die Nordseite des Gebirges angeschmiegt liegen die sehenswerten Orte Karaman (griech. Karmi) und Lapta (griech. Lapithos). Das Dorf Bellapais mit der gotischen Prämonstratenser-Abtei ist ebenso wie die byzantinische Klosterkirche Antifonitis und die mittelalterlichen Bergfestungen St. Hilarion und Buffavento eine Besichtigung wert.
Ein Besuch am "Turtle Beach" von Alagadi (im Sommer Brutstrand für Meeresschildkröten) begeistert vor allem Naturfreunde. Auf einem Ausflug in den Westen locken Relikte des früheren Erzabbaus, archäologische Stätten (Vuni, Soli) sowie der inmitten von Orangenplantagen gelegene Ort Güzelyurt (griech. Morfou).
Von Girne fahren preiswerte Sammeltaxen (Dolmus) in die Hauptstadt Nicosia (türk. Lefkosa; griech. Lefkosia) sowie entlang der Küstenstraße nach Westen bis Lapta. Westlich und östlich von Girne liegen immer wieder schöne, z.T. bewirtschaftete, sandige Strandabschnitte, die mit Mietwagen und teilweise auch mit Sammeltaxen gut erreichbar sind. |